Sonntag, 7. Februar 2010

"LORIOT" ab 14.02.2010 im Leo Theater

LORIOT - Der Mensch als solcher

Ab 14.02.2010 wird das Loriot Programm den Spielplan des Leo Theaters bereichern. Auf der Bühne spielen:
Racine Tewes, Christiane Breucker und Thorsten Hamer.

Hier eine kleine Inhaltsangabe:
Von ehelichen Eierkrisen und Fremdbadewannen...
Was haben harte Frühstückseier mit der Entstehung
und Entwicklung heftigster ehelicher Auseinandersetzungen zu tun? Wie verhält man sich als kultiviertes Mitglied der Gesellschaft, wenn man sich in der Badewanne seines Hotelzimmers unerwartet einem offensichtlich dem gehobenen Mittelstand angehörenden unbekleideten Herrn mittleren Alters gegenüber sieht? Zur Erreichung eines Lebensstandards auf hohem Niveau müssen Antworten auf Fragen wie diese gefunden werden.
Heiter, satirisch und immer auch ein wenig bissig, so nimmt das Theater mit Loriots Hilfe Stellung zu brennenden Fragen unserer Zeit. Loriots Stoffe sind den Alltagserfahrungen des deutschen Normalverbrauchers nachgebildet. Er moralisiert nicht und vermittelt nicht den Eindruck, es besser als die Gegenstücke seiner Sketche zu wissen. Er ist Täter, Opfer und Komiker zugleich.
Und anders als die meisten Kabarettisten interessiert er sich nicht für bestimmte Politiker, allenfalls für Politiker als Spezies.
Warum aber sind die Stücke nur so kurz? Der Meister selbst gibt die Antwort: "Infolge mannigfaltiger Belastungen durch Beruf, Familie und Freizeit ist der moderne Mensch kaum noch imstande, sich auf ein mehrstündiges Bühnenwerk zu konzentrieren. Aus diesem Grunde überschreitet so gut wie keines meiner Dramen eine Länge von fünf Minuten. Damit sind sie dem biologischen Rhythmus von Menschen und weißen Mäusen angepasst."
Loriot:
"Es gibt natürlich die Tendenz bei Kritikern des Komischen, ein Komiker müsse auch immer eine tragische Figur sein - der traurige Clown. Das ist deutsch. Ein Engländer würde darauf nie kommen.
Für den ist das Komische so bedeutend und wichtig, daß er froh ist, wenn einer komisch sein kann. In Deutschland wird er erst wichtig, wenn man dem Komiker auch seine tragische Seite nachweisen
kann. Ich werde oft gefragt, ob man in Deutschland weniger Humor hat als anderswo in der Welt. Da ist mir neulich sehr übel mitgespielt worden. Bei einem Fernsehinterview habe ich gesagt: 'Natürlich haben die Deutschen genausoviel Humor wie jedes andere Volk auch ...' Den Rest haben sie abgeschnitten. Aber jetzt kam leider erst die Hauptsache des Satzes, nämlich: '... nur ordnen sie das Komische auf ihrer Wertskala ganz woanders ein. Der Komiker ist ganz weit unten. Die Tragödie ist ganz oben.' "

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